Schloss Balmoral liegt zwischen den Orten Braemar und Ballater im Nordosten Schottlands. Das ursprüngliche Castle wurde im 14. Jahrhundert von William Drummond errichtet. Nach mehrfachen Besitzerwechseln erwarb 1798 der Earl of Fife das Anwesen. In den Jahren 1848 bis 1852 diente Schloss Balmoral Königin Victoria sowie ihrer Familie als Urlaubsdomizil und wurde 1852 von ihnen käuflich erworben. Da Balmoral zu klein für den Bedarf der königlichen Familie war, veranlasste Prinz Albert, der Ehemann Victorias, den Bau neuer Gebäude. Diese errichtete man aus weißem Granit, gefördert im Steinbruch von Glen Gelder. Sie wurden, insbesondere durch ihre Zinnen, Türme und Treppengiebel, zu einem Inbegriff des Baronial-Stils im viktorianischen Zeitalter. Gegenwärtig umfasst das Areal von Balmoral Castle etwa 80.000 Hektar Land auf dem 141 Gebäude stehen. Das Schloss befindet sich in einem wildreichen Jagdgebiet und in der Nähe des Flusses Dee, einem Gewässer mit reichem Lachsvorkommen. Schloss Balmoral gehört heute zum Privateigentum der königlichen Familie und fungiert in den Sommermonaten als Residenz für Queen Elisabeth II. und ihre Angehörigen.

- Balmoral Castle in Schottland
Sehenswertes
Teile von Balmoral Castle und das Außengelände können besichtigt werden, wenn sich die königliche Familie nicht im Schloss aufhält. Ein Besuch ist deshalb nur von Mitte April bis Ende Juli möglich. Im Schloss selbst ist der Ballsaal für Besucher zugänglich. Hier befinden sich Gemälde von Landseer, Silber, Porzellan sowie Uniformen und alte schottische Trachten. In den Stallungen des Schlosses wird eine Sammlung historischer Kutschen präsentiert. Der riesige Schlosspark mit seinen Statuen und dem romantischen Gartenhaus lohnt ebenfalls einen Besuch und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Einige der Bäume wurden bereits von Prinz Albert gepflanzt, der sich die Setzlinge aus seiner deutschen Heimat schicken ließ.